Länderinformationen, Packliste
und Highlights Uganda
Länderinformationen Uganda
Geographie und Landschaft
Uganda liegt im Herzen Ostafrikas und zählt mit seinen Nationalparks, tropischen Regenwäldern, Savannen, Seen und Hochgebirgen zu den landschaftlich vielfältigsten Ländern des Kontinents. Die Bevölkerung zählt rund 50 Millionen Menschen, die Hauptstadt ist Kampala. Die Amtssprachen sind Englisch und Swahili; daneben werden zahlreiche regionale Sprachen gesprochen.
Aufgrund seiner außergewöhnlichen landschaftlichen Vielfalt wird Uganda häufig als die „Perle Afrikas“ bezeichnet. Das Land beherbergt die Hälfte aller weltweit lebenden Berggorillas sowie eine beeindruckende Artenvielfalt mit Elefanten, Löwen, Schimpansen, Flusspferden und über 1.000 Vogelarten. Abseits der größeren Städte prägen ursprüngliche Natur, kleine Dörfer und weitläufige Schutzgebiete das Landschaftsbild. Tourismus spielt eine wichtige Rolle für den Naturschutz und wird insbesondere in den Nationalparks nachhaltig gefördert.
Klima – Beste Reisezeit
Uganda liegt direkt am Äquator. Aufgrund der Höhenlage von durchschnittlich 1.000 bis 1.500 Metern herrscht jedoch ganzjährig ein angenehm warmes Klima. Die Tagestemperaturen liegen meist zwischen 22 °C und 30 °C, während es in den Hochlagen des Südwestens nachts deutlich kühler werden kann.
Die beste Reisezeit für Offroad-Abenteuer und Safaris sind die Trockenzeiten von Juni bis September sowie Dezember bis Februar. Unsere Reise im Juli findet während der Haupttrockenzeit statt und bietet ideale Bedingungen für Tierbeobachtungen, Gorilla- und Schimpansen-Trekkings sowie Fahrten auf den Offroad-Pisten. Kurze Regenschauer sind dennoch jederzeit möglich und sorgen für die üppige Vegetation des Landes.
Währung, Zahlungsmittel und Treibstoffkosten
Die Landeswährung ist der Uganda-Schilling (UGX), unterteilt in 100 Cents.
Größere Hotels und Lodges akzeptieren Kreditkarten (VISA/MasterCard), allerdings häufig gegen Gebühr. Bargeld ist insbesondere in kleineren Geschäften, Restaurants und auf lokalen Märkten das wichtigste Zahlungsmittel. Geldautomaten (ATM) befinden sich in Entebbe, Kampala sowie den größeren Städten entlang der Reiseroute. US-Dollar (möglichst neuere Banknoten ab 2013) können vielerorts problemlos gewechselt werden. Es empfiehlt sich, ausreichend Bargeld für unterwegs mitzuführen.
Die Kraftstoffversorgung ist entlang der Hauptverkehrsachsen gut. In abgelegenen Nationalparkregionen sind Tankstellen seltener, weshalb längere Etappen entsprechend geplant werden. Die Treibstoffpreise liegen – je nach Region und Wechselkurs – derzeit bei etwa 5.000 bis 5.500 UGX pro Liter Benzin.
Gesundheit – Impfungen und medizinische Versorgung
Für die Einreise nach Uganda ist eine gültige Gelbfieberimpfung vorgeschrieben und bei der Einreise nachzuweisen. Darüber hinaus werden die Standardimpfungen gemäß STIKO empfohlen (u. a. Tetanus, Diphtherie, Polio, Masern sowie ggf. Pertussis und Influenza).
Zusätzlich werden Impfungen gegen Hepatitis A empfohlen, bei besonderem Risiko auch gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut. Uganda ist Malariagebiet. Eine individuelle reisemedizinische Beratung bezüglich einer geeigneten Malariaprophylaxe wird dringend empfohlen. Bitte konsultieren Sie hierzu rechtzeitig vor Reisebeginn Ihren Hausarzt, einen Reisemediziner oder ein Tropeninstitut.
Die medizinische Versorgung ist in Kampala und Entebbe vergleichsweise gut, in ländlichen Regionen und den Nationalparks jedoch nur eingeschränkt vorhanden. Für Notfälle wird häufig ein Rücktransport in größere Kliniken erforderlich. Eine umfassende Auslandskrankenversicherung einschließlich medizinischem Rücktransport wird daher dringend empfohlen. Persönlich benötigte Medikamente sollten in ausreichender Menge mitgeführt werden.
Verkehrsvorschriften und rechtliche Hinweise
In Uganda herrscht Linksverkehr. Ein internationaler Führerschein wird zusätzlich zum nationalen Führerschein empfohlen und sollte während der Reise mitgeführt werden.
Anschnallpflicht besteht für Fahrer und Mitfahrer.
Promillegrenze: 0,8 ‰ – dennoch gilt: kein Alkohol am Steuer.
Telefonieren während der Fahrt ist nur mit Freisprecheinrichtung erlaubt.
Zulässige Höchstgeschwindigkeiten:
Besondere Vorsicht ist bei Nachtfahrten geboten. Fußgänger, Fahrräder, Motorräder sowie freilaufende Rinder und Ziegen befinden sich häufig auf den Straßen. Nachtfahrten sollten möglichst vermieden werden.
Einfuhrbestimmungen
Für die Einreise nach Uganda sind ein noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepass, ein gültiges Visum sowie der Nachweis einer Gelbfieberimpfung erforderlich.
Die Einfuhr von Waffen, Drogen, pornografischem Material sowie geschützten Tier- und Pflanzenarten ist streng verboten. Die Ausfuhr von Elfenbein, Tierhäuten oder anderen Produkten geschützter Tierarten ist ebenfalls untersagt.
Besonderheiten in den Nationalparks
Die Nationalparks Ugandas gehören zu den bedeutendsten Schutzgebieten Afrikas. Wildtiere haben jederzeit Vorrang. Das Verlassen der Fahrzeuge ist ausschließlich an den dafür vorgesehenen Stellen gestattet. Während der Gorilla- und Schimpansen-Trekkings gelten strenge Verhaltensregeln zum Schutz der Tiere und ihres Lebensraums. Diese werden vor Beginn der Wanderungen ausführlich erläutert und sind unbedingt einzuhalten.
Packliste für die Uganda Offroadreise
Reisedokumente & Finanzen
Ausrüstung & Technik
Kleidung
Hygiene & Gesundheit
Sonstiges
Touristische Informationen zu den wichtigsten Stationen im Reiseverlauf
Entebbe und der Victoriasee
Die Reise beginnt in Entebbe, einer ruhigen Stadt am Nordufer des Victoriasees. Die ehemalige Hauptstadt Ugandas ist heute vor allem als internationaler Flughafenstandort bekannt und bietet mit ihrer entspannten Atmosphäre einen angenehmen Einstieg in die Reise.
Der Victoriasee ist mit einer Fläche von knapp 69.000 km² der größte See Afrikas und die wichtigste Quelle des Weißen Nils. Seine weitläufigen Uferlandschaften prägen den Süden Ugandas und verleihen der Region ein beinahe tropisches Ambiente.
Lake-Mburo-Nationalpark
Der Lake-Mburo-Nationalpark zählt zu den kleineren, landschaftlich jedoch besonders reizvollen Nationalparks Ugandas. Sanfte Hügel, offene Savannen, Akazienwälder und zahlreiche Seen bilden einen abwechslungsreichen Lebensraum für viele Tierarten. Besonders bekannt ist der Park für seine großen Zebraherden, Impalas, Elenantilopen, Giraffen, Büffel sowie eine beeindruckende Vogelwelt. Da hier keine Elefanten vorkommen, konnte sich die ursprüngliche Vegetation in weiten Teilen erhalten. Als einer der wenigen Nationalparks Ugandas sind hier neben Pirschfahrten auch Wanderungen, Fahrradtouren oder Reitsafaris möglich.
Kigezi - Hochland
Im äußersten Südwesten Ugandas erhebt sich das landschaftlich beeindruckende Kigezi-Hochland. Tief eingeschnittene Täler, terrassierte Berghänge und unzählige Seen verleihen der Region ihren besonderen Charakter. Aufgrund der sanften Hügellandschaft wird sie häufig als die „Schweiz Afrikas“ bezeichnet. Von vielen Aussichtspunkten eröffnen sich spektakuläre Blicke auf die Vulkankette der Virunga-Berge, deren Gipfel die Grenze zwischen Uganda, Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo markieren.
Bwindi Impenetrable National Park
Der Bwindi Impenetrable National Park gehört seit 1994 zum UNESCO-Weltnaturerbe und schützt einen der ältesten Bergregenwälder Afrikas. Der dichte Nebelwald beherbergt rund die Hälfte aller weltweit noch lebenden Berggorillas und zählt zu den bedeutendsten Schutzgebieten für diese seltenen Menschenaffen. Ein Gorilla-Trekking durch den ursprünglichen Regenwald gehört zu den außergewöhnlichsten Naturerlebnissen Afrikas. Die Begegnung mit einer freilebenden Gorillafamilie in ihrer natürlichen Umgebung bleibt für viele Besucher der unvergessliche Höhepunkt einer Uganda-Reise.
Mutanda-See
Nur wenige Kilometer vom Bwindi-Regenwald entfernt liegt der malerische Mutanda-See. Kleine Inseln, dicht bewachsene Ufer und das Panorama der Virunga-Vulkane machen ihn zu einem der schönsten Seen Ostafrikas. Die ruhige Atmosphäre bildet einen reizvollen Kontrast zu den erlebnisreichen Trekkingtouren und lädt zum Entspannen ein. Gleichzeitig bietet die Region vielfältige Möglichkeiten für Kajaktouren, Wanderungen oder Vogelbeobachtungen.
Queen-Elizabeth-Nationalpark
Mit seiner außergewöhnlichen landschaftlichen Vielfalt zählt der Queen-Elizabeth-Nationalpark zu den bekanntesten Schutzgebieten Ugandas. Offene Savannen, Kraterseen, Feuchtgebiete und Galeriewälder bieten Lebensraum für über 600 Vogelarten sowie zahlreiche Säugetiere. Besonders bekannt ist der Kazinga-Kanal, der den Lake George mit dem Lake Edward verbindet. Die Wasserstraße zählt zu den tierreichsten Regionen Ugandas und beherbergt große Populationen von Flusspferden, Nilkrokodilen, Elefanten und zahlreichen Wasservögeln.
Kibale-Forest-Nationalpark
Der Kibale-Forest-Nationalpark schützt eines der artenreichsten tropischen Waldgebiete Ostafrikas. Insgesamt leben hier 13 verschiedene Primatenarten, darunter die größte Schimpansenpopulation Ugandas. Das Schimpansen-Trekking gehört zu den beliebtesten Naturerlebnissen des Landes. Daneben beeindruckt der Park mit einer außergewöhnlichen Pflanzenvielfalt sowie einer reichen Vogelwelt, die ihn auch für Naturfotografen besonders interessant macht.
Murchison-Falls-Nationalpark
Der Murchison-Falls-Nationalpark ist das größte Nationalparkgebiet Ugandas und wird vom Victoria-Nil durchzogen. Namensgeber sind die beeindruckenden Murchison Falls, an denen sich der mächtige Fluss durch eine nur sieben Meter breite Felsspalte zwängt und anschließend rund 43 Meter in die Tiefe stürzt. Die Kombination aus Flusslandschaften, offenen Savannen und dichten Buschgebieten macht den Park zu einem der besten Safari-Reviere des Landes. Neben Elefanten, Giraffen, Büffeln und zahlreichen Antilopenarten leben hier auch Löwen, Leoparden sowie eine beeindruckende Vielfalt an Vogelarten.